Formaldehyd – Gefährliche Schadstoffe in minderwertigem Spielzeug

Formaldehyd in minderwertigem Spielzeug

Eigentlich gehen die meisten Eltern davon aus, dass gerade das Spielzeug ihrer Kinder doch wohl frei von Schadstoffen sein sollte. Sollte es normalerweise auch, doch die Realität sieht leider anders aus. Anders als bei uns bieten viele minderwertiges Spielzeug aus Spanplatten an, welches durch die industrielle Herstellung mit Formaldehyd belastet ist. Leider ist Formaldehyd eines der wichtigsten Bestandteile in der chemischen Industrie, aber auch eines der Schädlichsten, denn diese giftige Substanz kann Krebs erzeugen.

Qualität sollte gerade bei Spielzeug selbstverständlich sein

Auch wenn nun viele Eltern denken, dass nur Spielwaren aus fernöstlichen Ländern belastet wären, so stimmt dies leider nicht, denn auch Produkte, die in Deutschland hergestellt wurden, haben Formaldehyd in einer besorgniserregenden Menge in sich. Wer nun auf Nummer sicher gehen möchte, dass das Holzspielzeug seines Kindes garantiert nicht mit dieser giftigen Substanz belastet ist, sollte grundsätzlich nur Holzspielzeug kaufen, welches aus massivem Holz gefertigt wurde. Fakt ist nämlich, dass formaldehydhaltiger Leim als Bindemittel der Holzteile verwendet wird, der bei massivem Holz natürlich nicht notwendig ist.

So sehen die Richtlinien für Formaldehyd aus

Für den Laien erkennbar, wird Formaldehyd durch seinen stechenden, teilweise die Augen reizenden Geruch. Doch nicht nur die Augen werden gereizt, sondern auch die Schleimhäute und dann kommt es häufig zu allergischen Reaktionen. Doch mittlerweile wurde dieses Gift sogar als Karzinogen der Kategorie 2 im EU-Chemikalienrecht eingestuft. Dies bedeutet, dass Formaldehyd nachweislich krebserregend für den Menschen ist.

Das vom Bundesinstitut für Risikobewertung eingeführte „safe level“ besagt, dass die Belastung der Innenraumluft mit Formaldehyd nicht über 0,1 ppm liegen darf, alles, was darunter liegt, hat praktisch keine Krebs auslösende Wirkung.
Bei allen Holzwerkstoffen, darunter natürlich auch Holzspielzeug, darf laut Chemikalienverbotsverordnung der Grenzwert von 110 mg Abgabe von Formaldehyd pro kg Holzwerkstoff nicht überschritten werden. Vor der Verarbeitung jedes einzelnen Holzwerkstoffes muss dieser Wert ermittelt werden und liegt er darüber, darf dieser Werkstoff nicht verarbeitet werden. Nur bei Einhaltung dieses Wertes darf das fertige Holzspielzeug später auch mit dem „safe level“ gekennzeichnet werden.

Als Fazit bleibt zu sagen, nur hochwertiges, massives und unverleimtes Holzspielzeug gibt eine Garantie für Schadstofffreiheit und somit für ein gesundes Spielen der Kinder. Die Gesundheit unserer Kinder sollte es uns Wert sein, ihnen auch nur solch qualitativ hochwertiges Holzspielzeug anzubieten.

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