Giftige Weichmacher in Spielwaren

Giftige Weichmacher in Spielwaren

Sie werden als fortpflanzungsgefährdend eingestuft und sind auch in vielerlei Hinsicht toxisch und dennoch in geringen Mengen erlaubt. Die Rede ist von Weichmachern. Doch immer wieder finden Tester zu hohe Konzentrationen an Weichmachern in Spielwaren aus Kunststoff. Nach wie vor werden viele Kunststoffspielwaren mit schädlichen Weichmachern produziert. Die Sachverständigenorganisation DEKRA hat in ihren Test bei vier von dreißig Produkten eine sehr erhöhte Konzentration festgestellt, die weit über der gültigen Grenze ist. Ein Produkt hatte sogar eine über 300-fache Konzentration über dem gültigen Grenzwert. Aber auch in 17 Spielzeugen fand sich noch eine hohe Konzentration. Diese Weichmacher sind meist DBP, BBP oder DEHP und gelten als sehr fortpflanzungsgefährdend. Normalerweise sind in Spielzeugen und Babyartikeln nur Grenzwerte von 0,1 Gewichtsprozent erlaubt. Zum allem erstaunen wurden diese erhöhten Konzentrationen nicht nur in Spielwaren aus Fernost festgestellt Auch Spielwaren die in Deutschland hergestellt wurden beinhalten oft diese Schadstoffe. So enthielten zwei Drittel aller geprüften Spielwaren Weichmacher.

Spielzeugautos, Puppen und weiter Spielwaren für Baby und Kleinkinder sind meist sehr niedlich, doch der Schein trügt oft. Die bunten Spielsachen sind manchmal nicht so harmlos, ja zum Teil sogar sehr gefährlich. Gerade Kinderspielzeug, das oft von Kindern in den Mund genommen wird oder nicht selten auch bei den Kindern die ganze Nacht im Bett liegen, beinhalten krebserzeugende Chemikalien. Eltern sind oft ratlos, welche Spielwaren sich ihren Kindern noch bedenkenlos kaufen können. Natürlich helfen gewisse Gütesiegel wie „GS-Kennzeichen“ oder das Vermeiden von Billig-Spielzeug, aber einen hundertprozentigen Schutz stellt dies auch nicht dar. Wer sich sehr sicher sein will, dass das Kinderspielzeug nicht mit Weichmachern belastet ist, greift auf Holzspielwaren zurück. Spielwaren aus reinem Holz sind nie mit diesen giftigen Chemikalien belastet. Viele dieser giftigen Chemikalien können weder gerochen noch gesehen werden. Der Ratschlag, nur Spielwaren kaufen die keinen penetranten Geruch oder extrem grelle Farben haben, hilft zwar generell, aber viele Weichmacher kann man weder sehen noch riechen. Sehr gefährlich ist vor allem der Weichmacher Phthalat, aber auch die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, welche ebenfalls in Weichmachern enthalten sein können. In zahlreichen Produkten werden Phthalate eingesetzt. In der Europäischen Unions ist der Zusatz allerdings für Kleinkinderspielzeug, also für Spielwaren für Kinder unter drei Jahren verboten. Aber auch trotz des Verbotes werden immer wieder Phthalate von Kontrolleuren in Spielwaren gefunden. Dieser Zusatz hat allerdings einen sehr strengen Geruch. Wenn Phthalate über den Speichel in den Körper aufgenommen werden wirken sie dort wie Hormone und können Leber, Nieren und Hoden schädigen. Wer jegliches Restrisiko ausschließen möchte, muss bei Spielzeug auf Gegenstände aus weichem Kunststoff beziehungsweise PVC ganz verzichten. Womit unsere Eltern und Großeltern schon längst gespielt haben, nimmt im Zuge dieser schädlichen Chemikalien wieder eine bedeutende Rolle ein: Holzspielzeuge. Spielwaren aus Holz gibt es sowohl für Jungen wie auch Mädchen, ob Autos, Puzzle, Bauklötze und vieles mehr.

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